Die Sicherheitsausrüstung an Bord gehört häufig zu den Dingen, die Eigner einmal anschaffen – beim Kauf oder bei der Registrierung des Bootes – und danach jahrelang nicht mehr beachten. Der Feuerlöscher hängt in der Kabine, die Rettungswesten liegen in einer Schublade und die Signalraketen verschwinden tief in einem Stauraum. Das Problem: Sicherheitsausrüstung ist kein Produkt, das man „einmal kauft und dann vergisst“. Sie hat eine begrenzte Lebensdauer, benötigt regelmäßige Wartungs- und Kontrollintervalle und ihre Bestandteile – etwa Kartuschen, Batterien oder chemische Komponenten – verschleißen mit der Zeit, insbesondere in der feuchten Meeresumgebung. Gerade in dem Moment, in dem sie am dringendsten benötigt wird, kann sich herausstellen, dass sie nicht mehr zuverlässig funktioniert.
Feuerlöscher: Lebensdauer und vorgeschriebene Wartung
Ein Feuerlöscher an Bord bildet keine Ausnahme von den Regeln, die auch für Feuerlöscher an Land gelten. Er hat eine begrenzte Lebensdauer und muss regelmäßig von einem autorisierten Fachbetrieb überprüft werden, in der Regel einmal jährlich. Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und Vibrationen an Bord können den Verschleiß von Dichtungen und Löschpulver im Inneren zusätzlich beschleunigen.
Bei der Kontrolle des Feuerlöschers sollte auf Folgendes geachtet werden:
- das Druckmanometer – der Zeiger muss sich im grünen Bereich und nicht im roten Bereich befinden;
- das Datum der nächsten Wartung auf dem Herstelleretikett;
- den Zustand des Gehäuses, des Schlauchs und des Griffs – ohne Risse, Korrosion oder Beschädigungen;
- die Befestigung des Feuerlöschers an Bord, damit er sich bei Wellengang nicht bewegt.
Signalraketen: Ablauf der Gültigkeit und richtige Entsorgung
Signalraketen und andere pyrotechnische Signalmittel haben in der Regel eine Gültigkeitsdauer von etwa drei Jahren ab Herstellungsdatum, das auf der Verpackung angegeben ist. Nach Ablauf dieses Datums übernimmt der Hersteller keine Garantie mehr für eine zuverlässige Funktion. Bei einer Signalrakete im Notfall kann dies den Unterschied zwischen einer erfolgreichen Ortung und dem Übersehenwerden ausmachen.
Ebenso wichtig ist es, abgelaufene Signalraketen nicht über den Hausmüll zu entsorgen oder selbst zu beseitigen. Es handelt sich um pyrotechnische Produkte, die an einer autorisierten Sammelstelle abgegeben oder einem Fachbetrieb überlassen werden müssen, der für eine sichere Entsorgung sorgt. Beim Austausch alter Signalraketen sollte man:
- das Herstellungsdatum aller Signalmittel an Bord überprüfen, darunter Signalraketen, Rauchsignale und Handfackeln;
- neue Signalraketen in einer wasserdichten und leicht zugänglichen Verpackung aufbewahren;
- abgelaufene Signalmittel an einer autorisierten Sammelstelle abgeben und niemals selbst verbrennen.
Automatisch aufblasbare Rettungswesten: Wartung der CO₂-Patrone und des Auslösemechanismus
Automatisch aufblasbare Rettungswesten sind komfortabel und beliebt. Gerade der Mechanismus, der sie kompakt macht, erfordert jedoch eine regelmäßige Wartung – möglichst mindestens einmal jährlich oder nach jeder Aktivierung. Bei der Wartung werden unter anderem überprüft:
- Gewicht und Zustand der CO₂-Patrone (eine leere oder korrodierte Patrone kann die Rettungsweste nicht aufblasen);
- die Funktion des automatischen Auslösemechanismus (hydrostatischer oder tablettenbasierter Auslöser);
- der Zustand des Schlauchs zum manuellen Aufblasen und die Dichtigkeit der Auftriebskammer;
- der Zustand der Gurte, Schnallen und der Signalpfeife.
Nach jeder Aktivierung muss die Rettungsweste gründlich mit Süßwasser abgespült, getrocknet und mit einer neuen CO₂-Patrone wieder zusammengebaut werden. Erst dann ist sie wieder einsatzbereit.
Rettungsinseln: Zertifizierungsprüfungen
Eine Rettungsinsel gehört zu den wichtigsten Sicherheitsausrüstungen auf größeren Booten. Gleichzeitig gehört sie zu den Ausrüstungsgegenständen, die Eigner am leichtesten vergessen, da sie bis zu ihrem Einsatz in einer Verpackung oder Tasche verstaut bleibt.
Hersteller und maritime Vorschriften verlangen regelmäßige Zertifizierungsprüfungen durch einen autorisierten Fachbetrieb, in der Regel alle ein bis drei Jahre – abhängig vom Typ der Rettungsinsel und den Vorgaben des Herstellers.
Bei der Prüfung öffnet der Fachbetrieb die Verpackung, überprüft die Dichtigkeit und das Aufblasen der Rettungsinsel, kontrolliert den Inhalt des Überlebenspakets, darunter Wasser, Lebensmittel und Signalmittel, und ersetzt Komponenten, deren Gültigkeit abgelaufen ist.
Ohne gültiges Zertifikat ist eine Rettungsinsel im Grunde nur eine schwere Tasche an Bord.
Häufige Fehler von Bootseignern
- Gültigkeits- und Prüffristen werden nirgendwo im Kalender festgehalten und deshalb einfach vergessen.
- Die Ausrüstung wird in feuchten und schlecht belüfteten Stauräumen gelagert, wodurch die Korrosion von Metallteilen beschleunigt wird.
- Kleinere Schäden, etwa Risse am Schlauch eines Feuerlöschers oder abgenutzte Gurte einer Rettungsweste, werden übersehen, weil die Ausrüstung äußerlich noch funktionsfähig erscheint.
- Die Wartung wird erst kurz vor dem Auslaufen beauftragt, wenn für eine gründliche Prüfung oder die Bestellung möglicher Ersatzteile keine ausreichende Zeit mehr bleibt.
Warum regelmäßige Wartung wichtig ist
Regelmäßige Wartungs- und Kontrollintervalle sind nicht nur eine Formalität aufgrund gesetzlicher Vorschriften. Sie sind die einzige Möglichkeit festzustellen, ob die Sicherheitsausrüstung im tatsächlichen Notfall zuverlässig funktionieren wird.
Viele Versicherungen prüfen nach einem Schadensfall ebenfalls die Gültigkeit der Wartungen und Prüfungen der Sicherheitsausrüstung. Das Ignorieren von Fristen kann daher nicht nur ein Sicherheitsrisiko, sondern auch ein finanzielles Risiko darstellen.
Die Vorteile eines autorisierten Fachbetriebs
Ein autorisierter Bootsservice kennt die genauen Wartungsintervalle der jeweiligen Hersteller, verwendet Originalersatzteile – etwa CO₂-Patronen, Auslösemechanismen und Löschpulver – und stellt nach der Wartung eine offizielle Bestätigung über die durchgeführte Wartung aus.
Das sorgt für mehr Sicherheit und ein gutes Gefühl bei jeder Fahrt und stellt sicher, dass die erforderlichen Unterlagen ordnungsgemäß geführt sind, falls sie einmal benötigt werden.
Trends und Zukunft
Immer mehr Hersteller von Sicherheitsausrüstung setzen auf intelligente Kennzeichnungen und QR-Codes, die den Eigner über eine mobile App automatisch an bevorstehende Wartungstermine oder das Ende der Gültigkeit erinnern.
Solche Lösungen dürften in den kommenden Jahren zunehmend zum Standard werden, da sie das Risiko deutlich reduzieren, dass eine notwendige Prüfung schlicht vergessen wird.
Sicherheitsausrüstung sollte immer überprüft werden
Sicherheitsausrüstung kann ihre Aufgabe nur erfüllen, wenn sie regelmäßig kontrolliert und gewartet wird und sich innerhalb der gültigen Fristen befindet. Wenige Minuten, die man für die Überprüfung der Daten auf Feuerlöscher, Signalraketen, Rettungswesten und Rettungsinsel aufwendet, können im Ernstfall entscheidend für die Sicherheit der Crew sein.
In der Marina Portorož unterstützen wir Sie dabei, diese Fristen nicht zu übersehen. Unsere Fachleute führen eine umfassende Kontrolle und Wartung der gesamten Sicherheitsausrüstung an Ihrem Boot durch – von Feuerlöschern und Signalmitteln bis hin zu Rettungswesten und Rettungsinseln – und sorgen dafür, dass alles rechtzeitig gewartet wird und innerhalb der geltenden Fristen liegt.
Vereinbaren Sie noch heute einen Termin zur Überprüfung Ihrer Sicherheitsausrüstung unter +386 5 676 12 24 oder per E-Mail an servis@marinap.si.

